Ein fairer Vergleich ist wichtig: Weder ein klassisches CMS noch ein SSG ist pauschal besser. Entscheidend sind dein Team, der Workflow, die Änderungsfrequenz und die technischen Anforderungen.
| Kriterium |
Monolithisches CMS (z. B. WordPress / TYPO3) |
Modernes SSG-Setup (z. B. 11ty / Hugo + Cloudflare Pages) |
| Performance & Speed |
🟡 Mittelmäßig bis Gut Dynamischer Serveraufruf verzögert die Ladezeit. Erfordert aufwendiges Caching für Spitzenwerte. |
🟢 Exzellent Reine HTML-Dateien liegen direkt auf dem CDN. Extrem schnelle und weltweit konstante Ladezeiten. |
| Sicherheit (Angriffsfläche) |
🔴 Höheres Risiko Live-Datenbanken, PHP-Laufzeiten und unzählige Plugins bieten permanente Angriffsflächen für Hacker. |
🟢 Minimales Risiko Keine Datenbank, kein PHP auf dem Server. Es gibt für Angreifer schlicht kein direktes System zum Hacken. |
| Wartung & Updates |
🔴 Hoher Aufwand Regelmäßige, kritische Updates für Core, Plugins und Themes sind Pflicht, um Sicherheitslücken zu schließen. |
🟢 Minimaler Aufwand Einmal generiert, läuft die fertige HTML-Seite theoretisch jahrelang wartungsfrei und ohne Sicherheitsrisiko. |
| Hosting & Fixkosten |
🟡 Mittel Benötigt klassischen Webspace oder Server mit PHP/Datenbank. Skalierung bei viel Traffic kostet extra. |
🟢 Sehr niedrig bis Kostenlos Static-Hosting via Cloudflare, Netlify und Co. ist in der Regel permanent gratis oder extrem günstig. |
| Inhaltspflege (Redaktion) |
🟢 Sehr einfach Komfortable visuelle Editoren (WYSIWYG) und Medienbibliotheken. Perfekt für nicht-technische Teams. |
🔴 Komplexer Erfordert standardmäßig Markdown-Dateien oder Git. Ohne technisches Verständnis kaum pflegbar. |
| Vorschau-Funktion |
🟢 Nahtlos im Backend Inhalte können vor der Veröffentlichung direkt per Knopfdruck im Backend-Design geprüft werden. |
🟢 Isolierte Preview-URLs Generiert automatische Test-Links pro Ticket/Änderung. Perfekt für strukturierte Freigabeprozesse. |
| Live-Veröffentlichung |
🟢 Sofort live Nach dem Klick auf "Speichern" ist die Änderung in derselben Sekunde für alle Besucher weltweit sichtbar. |
🟢 Vollautomatisiert Läuft modern und fehlerfrei über eine CI/CD-Pipeline. Der Build-Prozess dauert meist nur wenige Sekunden. |
| Dynamische Features |
🟢 Inklusive Logins, Formulare, Suchen oder Shop-Systeme lassen sich nativ oder per Plugin sofort out-of-the-box nutzen. |
🔴 Aufwendig Benötigt für jedes dynamische Feature externe Drittanbieter, APIs, JavaScript-Frameworks oder Serverless Functions. |
Fazit
- Wann das CMS gewinnt: Ein monolithisches CMS ist oft die bessere Wahl, wenn nicht-technische Teams Inhalte pflegen, eine sofortige Direktbearbeitung gewünscht ist oder die Website stark von nativen, dynamischen Funktionen lebt.
- Wann das SSG gewinnt: Ein modernes SSG-Setup spielt seine Stärken aus, wenn maximale Performance, höchste Sicherheit, minimale Fixkosten und ein automatisierter, ticketbasierter Freigabe-Workflow im Vordergrund stehen.
Am Ende gewinnt kein System pauschal über das andere – es gewinnt immer das Setup, das am besten zu deinem Projekt passt.
set_error_handler() ist praktisch, wenn du PHP-Fehler nicht einfach irgendwo verstreut behandeln willst. Stattdessen reagierst du an einer zentralen Stelle auf Warnungen, Notices oder eigene Fehler.
set_error_handler(function (int $severity, string $message, string $file, int $line): bool {
error_log("[$severity] $message in $file:$line");
return true;
});
Warum das nützlich ist:
Du bekommst einheitliches Logging und kannst viele alte Warnungen in saubere Exceptions umwandeln.
set_error_handler(function (int $severity, string $message, string $file, int $line): bool {
throw new ErrorException($message, 0, $severity, $file, $line);
});
Besonders hilfreich bei:
- Legacy-Code
- Bibliotheken mit schwacher Fehlerbehandlung
- Projekten, in denen du Fehler lieber gesammelt als stillschweigend behandeln willst
Wichtig:
Nicht jeder Fehler sollte blind zu einer Exception werden. In produktiven Systemen lohnt sich ein klarer Plan, welche Fehler du hart behandelst und welche nur geloggt werden.
register_shutdown_function() läuft ganz am Ende des Skripts — auch dann, wenn vorher etwas richtig schiefgelaufen ist. Genau deshalb ist die Funktion so wertvoll für Logging und Notfall-Handling.
register_shutdown_function(function (): void {
$error = error_get_last();
if ($error === null) {
return;
}
error_log($error['message'] . ' in ' . $error['file'] . ':' . $error['line']);
});
Warum das nützlich ist:
Du kannst fatale Fehler noch erkennen, bevor der Request komplett verschwindet, und bekommst wenigstens ein sauberes Log.
Typische Einsatzfälle:
- Fehlerprotokollierung
- Cleanup von temporären Dateien
- letzte Benachrichtigung bei kritischen Abbrüchen
Wichtig:
Die Shutdown-Funktion ist keine Wunderwaffe. Wenn schon ein fataler Fehler passiert ist, ist dein Spielraum begrenzt — aber für Diagnose und Aufräumen oft genau richtig.
Wenn irgendwo eine Exception durchrutscht, ist set_exception_handler() dein letzter sauberer Anlaufpunkt. Genau dafür ist die Funktion stark: Du definierst einmal zentral, was bei einem unbehandelten Fehler passieren soll.
set_exception_handler(function (Throwable $e): void {
error_log($e->__toString());
http_response_code(500);
echo 'Es ist ein Fehler aufgetreten.';
});
Warum das nützlich ist:
Du brauchst nicht überall denselben Fallback-Code und bekommst trotzdem einheitliches Logging sowie eine kontrollierte Antwort an den Browser.
Besonders praktisch bei:
- APIs
- kleinen Projekten ohne großes Framework
- Bootstrap-Dateien, die den ganzen Request initialisieren
Wichtig:
Der Handler selbst sollte sehr robust sein. Wenn dort wieder ein Fehler passiert, wird die eigentliche Ursache schnell schwerer nachvollziehbar.
~/.cache auf tmpfs zu legen ist auf Desktop-Systemen oft überraschend nützlich. Genau dort landen Browser-Cache, Thumbnails, Build-Reste und anderer Kram, der nach einem Neustart meist nicht wirklich fehlt.
Gerade Browser schreiben permanent kleine Dateien. Allein dadurch kommen viele unnötige Schreibzugriffe zusammen. Wenn ~/.cache im RAM liegt, ist das schneller erledigt und die SSD wird nicht dauernd mit Wegwerfdateien beschäftigt.
tmpfs /home/USERNAME/.cache tmpfs rw,nosuid,nodev,noatime,uid=1000,gid=1000,mode=700 0 0
Pfad, uid und gid musst du an dein System anpassen.
Natürlich ist tmpfs nicht gratis: Der Platz kommt aus dem RAM und nach einem Neustart ist der Cache weg. Aber genau das ist hier meistens eher ein Vorteil als ein Nachteil.
Meine Faustregel: Wenn genug RAM da ist, lohnt sich tmpfs auf ~/.cache fast immer. Schon allein wegen der Browserdateien.